Glossar

Diese Seite enthält wichtige Kernbegriffe in Form eines Glossars für das Projekt EasyGSH-DB.

 
 
 
 

ADCP - Acoustic Doppler Current Profiler - Ultraschall-Doppler-Profil-Strömungsmesser

Akkumulation - Ablagerung von Bodensediment – Verringerung der Wassertiefe

Analyse - Ein Verfahren, um den Zustand der Atmosphäre oder eines Systems, wie es aus einer endlichen Menge von unvollkommenen, unregelmäßig verteilten Beobachtungen bekannt ist, auf ein regelmäßiges Gitter zu projizieren (AMS, 2000). Die Analyse wird üblicherweise mit Hilfe von numerischen Modellen und Datenassimilationssystemen erstellt. Siehe auch Reanalyse.

AufMod - Projekt zum Aufbau von integrierten Modellsystemen zur langfristigen Modellierung der Morphodynamik in der Deutschen Bucht.

AWZ - Ausschließliche Wirtschaftszone

 
 

Bathymetrie - Tiefe der Gewässersohle unter dem mittleren Meeresspiegel

BAG - Bathymetry Attributed Grid Format (*.bag), ASCII-Daten als Raster in QGIS, ESRI, ArcGIS, GRASS, ...

BAW - Bundesanstalt für Wasserbau

BMVI - Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

Bodenmodell - Zusammenfassung von Bathymetriedaten, Bodenformen und Sedimentologie einschließlich Stratigraphie der oberen Schicht der Gewässersohle -> Funktionales Bodenmodell (FBM)

BSH - Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie

 
 

Datenbasierte Simulation - Berechnungsvorschrift auf der Grundlage von Daten -> hier sedimentologische Daten

Diensteserver - Server zum Bereitstellen von Geodaten per (OGC-)Webdienst. Beispiel: GeoServer

DWD - Deutscher Wetterdienst

 
 

Ebbdelta - Seewärtige Ausbildung von Bodenformationen in Ästuarmündungen und Seegatten

EPSG - Code für die Standardisierung von Referenzsystemen

Erosion - Abtrag von Bodensedimenten – Erhöhung der Wassertiefe

 
 

Fächerecholot - Dient der bathymetrischen Erfassung der Gewässersohle. Von einer fest eingebauten Schallquelle unter dem Schiff werden bis zu mehrere hundert Schallstrahlen eng gebündelt quer zur Fahrtrichtung ausgesandt. Aus der Messung von Laufzeit und Ankunftswinkel der von der Gewässersohle zurückgestreuten Schallwellen erfolgt die flächenhafte Erfassung von Wassertiefen. Die Breite des Messstreifens hängt von der Wassertiefe ab. Sie liegt bei den gängigen Systemen bei dem 6 – 8fachen der Wassertiefe. Die verwendeten Frequenzen liegen zwischen etwa 30 und mehreren hundert kHz

Fehler - Fehler = Messung – Modellergebnis

Fokusgebiet (Teilgebiet) - Teilraum eines Modellgebietes mit größerem Maßstab zur kleinteiligen Erfassung sedimentologischer und hydrodynamischer Prozesse

Formänderungsprozess - Veränderung der Grenzschicht zwischen Wasser und Boden, beinhaltet sowohl die Entwicklung von Rippeln und Dünen als auch großräumige Erosion und Sedimentation.

Funktionales Bodenmodell (FBM) - Werkzeug (Software mit geeigneten Interpretationsvorschriften) zur Erstellung eines flächenhaften, zeitvarianten Modells der Gewässersohle basierend auf Messdaten.

 
 

Gazetteer - Namensdienst ("Wörterbuch") von geographischen Namen

GDI-DE - Geodateninfrastruktur Deutschland

Geoportal - Das Geoportal ist der Einstieg in die GDI-DE, um Geodaten Deutschland weit zu suchen, zu finden und zu nutzen.

GeoSeaPortal - Das GeoSeaPortal ist der zentrale Einstiegspunkt in die Geodateninfrastruktur des BSH (GDI-BSH). Es ist der zentrale Zugang zu allen Geodaten des BSH für interne und externe Nutzerinnen und Nutzer.

GeoZG - Geodatenzugangsgesetz

Gewässersohle - Gewässersohle = Gewässerboden = Meeresboden

GIS - Geographisches Informations-System

GISMO - JAVA-basiertes Programm von smile consult GmbH zur Bearbeitung und Verwaltung von Sediment- und Bathymetriedaten im Sinne einer digitalen Modellierung

 
 

HINDCAST - Nachhersage – Berechnung von Zustandsgrößen aus der Vergangenheit

HIPOCAST - Ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt zur Bereitstellung hochauflösender und konsistenter meteorologisch-ozeanographischer Hindcasts für die Küstengebiete Europas.

Homogene Daten - Ein Datensatz wird als homogen bezeichnet, wenn er frei von Kontaminationen wie Veränderungen in der Instrumentierung, Messtechniken oder Beobachtungspraktiken ist. Letztere werden üblicherweise als Inhomogenität oder mangelnde Homogenität bezeichnet. Insbesondere wenn Langzeitänderungen untersucht werden, können Inhomogenitäten die realen (physikalischen) Signale verdecken und zu Fehlinterpretationen führen.

Hydraulische Kräfte - Unter hydraulischen Kräften werden Orbital- und Brandungsströmungen, Tide-, Trift-, Gefälle- und Dichteströmungen zusammengefasst. (Reineck, 1975)

 
 

Inhomogenität - siehe homogene Daten

INSPIRE - Infrastructure for Spatial Information in Europe

Interoperabilität - Die Fähigkeit unabhängiger, heterogener Systeme (Techniken, Organisationen) möglichst nahtlos zusammenzuarbeiten

IPDS-Format - Initial Physical Data-Set (IPDS) – BAW-Format zur Definition einer flächenhaften, fraktionierten Sedimentverteilung

ISK - Infrastrukturknoten

ISO 19115/19119 - Gruppe zur Normung von Geoinformationen und Geodaten. ISO 19115 - "Geographic Information – Metadata" und ISO 19119 „Geographic Information - Services“

 
 

JANET - JAVA-basiertes Programm von smile consult GmbH zur Erstellung und Optimierung unterschiedlicher Simulationsgitter (Dreiecke, Rechtecke, gemischt, usw.)

 
 

KFKI - Kuratorium für Forschung im Küsteningenieurwesen

Konsistenter Datensatz - Datensätze werden als konsistent bezeichnet, wenn die Parameter der Datensätze keine offensichtlichen Konflikte aufweisen und die Parameter physikalisch plausibel sind. Wenn zum Beispiel ein Wellenmodell-Hindcast mit Winden aus Datensatz A durchgeführt wurde, wird das Hindurchleiten des Wellenmodells als konsistent mit Datensatz A bezeichnet. Es stimmt nicht notwendigerweise mit Winden aus einem anderen Datensatz überein.

Konzept - Ein Konzept beschreibt eine Grundvorstellung, Skizze, Entwurf oder die erste Fassung. In der Regel wird ein Konzept als eine Sammlung von Leitgedanken verstanden.

Küste und Raum (KdR) - „Küste und Raum“ – Ahlhorn & Meyerdirks GbR

 
 

LISST - Laser In-Situ Scattering & Transmissometry: Gerät das mittels Laserbeugung Partikelgrößenverteilungen in der Wassersäule in-situ erfasst.

 
 

Mathematisches Modell - Mathematische Modelle sind in mathematischen Formeln beschriebene Modelle. Sie versuchen, die wesentlichen Parameter der meist natürlichen Phänomenen zu erfassen. Durch die formelle Beschreibung kann ein Modell berechnet und wissenschaftlich geprüft werden.

MBES - Multi-Beam-Echo-Sounder: Fächerecholotsystem mit binärem Datenformat der WSÄ (seit 2002) einschließlich Metainformationen. KFKI-KODIBA-Bericht

mCLOUD - Die mCLOUD ist ein Open-Data-Portal, genauer gesagt eine Rechercheplattform zu offenen Daten aus dem Bereich Mobilität und angrenzender Themen.

MDI-DE - Marinedateninfrastruktur Deutschland

Metadaten - Metadaten oder Metainformationen sind strukturierte Daten, die Informationen über Merkmale anderer Daten enthalten.

mFUND - Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND fördert das BMVI seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um digitale datenbasierte Anwendungen für die Mobilität 4.0. Neben der finanziellen Förderung unterstützt der mFUND mit verschiedenen Veranstaltungsformaten die Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie den Zugang zum Datenportal mCLOUD.

Modell - (Allgemein) Ein vereinfachtes, abstraktes Abbild der Realität.

Modellgebiet - Ist ein räumlicher Rahmen/Raumtyp in dem physikalische Fragestellungen behandelt/simuliert werden.

MORAN - KFKI-Forschungsprojekt: Morphologische Analyse der Nordsee (MORAN)

Morphodynamik - Evolution der Gewässersohle in Wechselwirkung mit der hydraulischen Belastung

morphologische Geschwindigkeiten - Geschwindigkeit mit der sich morphologische Strukturen bewegen, Berechnung basiert auf der Geschwindigkeit mit der sich Isolinien bewegen

morphologische Veränderungen - Raum- und zeitvariable Gestaltänderung (Morphologische Änderung = Morphodynamik) der Gewässersohle

morphologischer Faktor - Technik zur Extrapolation von Modellergebnissen über längere Zeiträume, in dem die berechneten Änderungen der Gewässersohle (z.B. nach jeder vollständigen Tide) in der Zeit linear extrapoliert werden.

MSRL - Europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

MUDAB - Meeresumweltdatenbank

 
 

netCDF - Network Common Data Format (NetCDF) ist ein Dateiformat für den Austausch wissenschaftlicher Daten.

Nodaltide - Die Nodaltide ist eine astronomische Tide, die mit einer Periode von 18,613 Jahren auftritt und über die Periode die Wasserstände weltweit beeinflusst.

NOKIS - Nord-Ostsee-Küsten-Informations-System

Numerisches Model - mathematisches Werkzeug zum Studium von Vorgängen in der realen Umwelt, bestehend aus einer Modellkonzeption, einem geschlossenen physikalischen Gleichungssystem und einem numerischen Lösungsverfahren.

 
 

Partialtiden - Analyse der Tidewasserstände ihrer harmonischen Komponenten (Amplitude und Phase einer Sinusschwingung).

Prozessbasierte Simulation - Numerisches Verfahren auf der Basis der zugrundeliegenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten die im mathematischen System formuliert und approximiert werden.

Prozessorientierte Simulation - Numerisches Verfahren auf der Basis von eingeschränkten physikalischen Gesetzmäßigkeiten die im mathematischen System formuliert und approximiert werden.

Projektion - see Szenario

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QGIS - QGIS ist ein freies (Open-Source) Geographisches-Informationssystem .

 

 
Re-analyse - Eine Analyse, die mit einem eingefrorenen numerischen Modell und einem Datenassimilationssystem durchgeführt wird. Re-Analysen werden durchgeführt, um Inhomogenität in den Datensätzen zu reduzieren, insbesondere solche, die durch Änderungen in den Methoden verursacht wurden, in denen die Analysen durchgeführt wurden.

Rekonstruktion - Eine retrospektive Analyse oder Neuanalyse des Zustands eines dynami-schen Systems mit Hilfe eines numerischen Modells. Im Gegensatz zu Vor-hersagen, bei denen Beobachtungen nur für die Initialisierung der Prognose zur Verfügung stehen, sind sie für den gesamten Zeitraum allgemein bekannt und können im Laufe der Produktion der Rekonstruktion jederzeit assimiliert werden. Rekonstruktionen werden auch als Hindcasts bezeichnet.

Riffbogen - Seewärtige Ausbildung von Bodenformationen in Seegatten, die bogenförmig vom Westende einer zum Ostende der benachbarten Insel verläuft.

Riff - kleinskalige Sohlformen (auch: Rippel)

Rippel- Sie bilden die feinkörnige Rauheit der Meeresoberfläche.

 
 

Sandwelle - Von der Gewässersohle aufragende Bodenform, die quer zur Haupt-strömungsrichtung ausgerichtet ist und im Querprofil eine asymmetrische Form aufweist. Sie werden durch wechselnde Strömungsrichtungen und –stärken geformt und sind typischerweise aus Fein- und Mittelsand aufgebaut, wobei eine zunehmende Größe mit gröber werdendem Material einhergeht.

SBES - Single-Beam-Echo-Sounder = Einstrahlecholot

SBP - Sub-Bottom Profiler ist effektiv ein Echolot, der einen relativ niederfrequenten Schallimpuls aussendet, der in den Meeresboden eindringen kann.

Sedimentation - Anlagerung von Sedimenten am Boden – Verringerung der Wassertiefe

Sedimentologie - Lehre der Sedimente; umfasst die Beschreibung, Klassifizierung von Sedimenten und Sedimentgesteinen sowie deren Eigenschaften (Sedimentzusammensetzung, Sedimentmächtigkeit).

Seegatt - Zwischen Barriereinseln gelegene Verbindung des Rückseitenwatts mit der offenen See. Aufbau in Richtung See: Flutdelta, Gezeitenrinnen zwischen den Inseln, Ebbdelta.

Seitensichtsensor - Dient der flächenhaften Erfassung der Rückstreueigenschaften der Sedimentoberfläche der Gewässersohle mittels hochfrequenter Schallwellen (Frequenzbereiche zwischen 100 und 1000 kHz). Die Schallquelle wird in der Regel in der Wassersäule dicht über dem Meeresboden hinter dem Schiff geschleppt. Die Breite des zu kartierenden Streifens ist unabhängig von der Wassertiefe.

Selafin-Format - Das Fachsystem beinhaltet Geodaten über Sedimentverteilung, -mächtigkeiten, Kernpositionen, Positionen von Drucksondierungen sowie Lage von Profilen zur Hydroakustik, Magnetik und Videoaufnahmen in Nord- und Ostsee.

SES - Sediment-Echo-Sounder: Sedimentecholot ist ein akustisch basiertes Messsystem, das unter Aussendung von Schallsignalen um 100kHz mit hohem Schalldruck niederfrequente Sekundärsignale erzeugt (parametrischer Effekt), die in die obere Gewässersohle eindringen und an Grenzflächen rückgestreut werden.

Shelf Geo Explorer (SGE) - Das Fachinformationssystem SGE (Shelf Geo-Explorer) stellt Geodaten über Sedimentverteilung, Sedimentmächtigkeiten und vieles mehr in Nord- und Ostsee zur Verfügung.

smile consult GmbH - Dienstleister im Bereich der Bau- und Umweltinformatik

Sohlformen - Sohlformen = Bodenformen = Oberfläche der Gewässersohle

Sorted bedform - Langgestreckte, ausgeräumte Bodenform, die durch Turbulenzen in der Wassersäule erzeugt wird. Die Turbulenzen sorgen für eine lokale Vertiefung des Meeresbodens und für eine Sedimentsortierung mit scharfen Sedimentverteilungsgrenzen, wobei sich gröberes Material innerhalb und feineres Material außerhalb der Bodenform befindet. Sorted bedforms kommen oft parallel-liegend in größerer Anzahl von bis zu mehreren hundert vor und bilden so Felder aus.

SSS - Side-Scan-Sonar = Seitensichtsonar

Stratigraphie - Sedimentologischer Aufbau/vertikale Zusammensetzung der Gewässersohle – vertikale Schichtung

Streubreite - Die Streubreite ist die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Messwert/Simulationsergebnis.

Subbottom Profiler - Dient der Erkundung des geologischen Aufbaus der Gewässersohle. Grundlage ist die partielle Reflektion von Schallwellen an Grenzflächen zwischen geologischen Einheiten mit unterschiedlichen Impedanzeigenschaften. Typischerweise werden akustische Signale mit Frequenzen zwischen 2 bis 30 kHz verwendet. Die Schallquelle ist entweder fest am Schiffsboden angebracht oder wird zusammen mit der Empfangseinheit an der Wasseroberfläche geschleppt.

Szenario- Eine Technik zur Beantwortung der Frage "Was passiert, wenn ...?" Gewöhnlich sind einige Annahmen wie etwa z.B. Die Entwicklung zukünftiger Treibhausgaskonzentrationen wird durchgeführt und die Folgen dieser Entwicklungen werden mit Hilfe numerischer Modelle untersucht. Letzterer Prozess wird häufig als Projektionen bezeichnet. Szenarien sind daher Werkzeuge, um die Empfindlichkeit eines Systems für eine Reihe von vorgeschriebenen zukünftigen Entwicklungen zu untersuchen.

 
 

Thesaurus - Systematische Sammlung von Fachvokabular zum Zweck der eindeutigen Verschlagwortung

Teilgebiet - Fokusgebiet

TELEMAC - TELEMAC-MASCARET ist eine integrierte Solver-Suite für den Einsatz im Bereich der Freiflächenströmung.

Tideprisma - Ist das Volumen des Wassers, das jeweils entweder bei Flut oder Ebbe bewegt wird.

TUHH - Technische Universität Hamburg

 
 

UML - Unified Modelling Language

UnTrim² - Das auf der Methode der Finiten Differenzen / Finite Volumen basierende zwei- und drei-dimensionale mathematische Verfahren UNTRIM² dient der Simulation stationärer und instationärer Strömungs- und Transportprozesse in Gewässern mit freier Wasseroberfläche. Im Gegensatz zu klassischen Finite Differenzen Verfahren arbeitet UNTRIM² auf einem unstrukturierten orthogonalen Gitter.

UUID - Universally Unique Identifier. Weltweit eindeutiger Identifikator

 
 

WADABA - Zentrale Datenbank des Wattenmeerinformationssystems WATiS , Halter: Helmholtzzentrum Geesthacht

WASA - Projekt WASA (Wattenmeer Archiv).

Watteinzugsgebiet - Wattfläche deren Rinnensystem geschlossen durch ein Seegatt entwässert

WCS - Web Coverage Service

WFS - Web Feature Service

WMS - Web Map Service

WRRL - Europäische Wasserrahmenrichtlinie

 
 

XML - Extensible Markup Language

 

Beteiligte Institutionen und Organisationen